Ferienmodul
Schnitt
Innenraum
Wohnen | Studie | Wohnfläche ca. 220qm
Im Gebirge im Nordwesten Mallorcas, so abgelegen, dass keine Straße dorthin führt, liegt das Grundstück für dieses Ferienhaus. Erreichbar ist der Ort einzig aus der Luft; eine Ausgangslage, die nicht nebenbei mitgedacht, sondern zum eigentlichen Ausgangspunkt des Entwurfs wird.
Denn ein Bauwerk, das nicht über Straßen antransportiert werden kann, muss anders gedacht werden: Statt eines monolithischen Baukörpers entsteht eine Struktur aus einzelnen, individuell per Hubschrauber eingeflogenen Modulen, die nacheinander eintreffen und vor Ort nebeneinandergesetzt werden. Jedes Modul ist für sich vollständig, transportfähig, leicht und fügt sich erst am Bestimmungsort zu jenem Ganzen, das am Boden als Haus lesbar wird.
Diese Logik prägt auch die Konstruktion: Ein Hybrid aus Stahl und Holz verbindet die Tragfähigkeit und Präzision des Stahlskeletts mit dem geringen Gewicht, der Vorfertigungsfähigkeit und der Warmwirkung des Holzbaus – eine Bauweise, die für den Lufttransport ebenso geeignet ist wie für das raue, wechselhafte Klima der Bergregion.
Auf rund 220 Quadratmetern verteilen sich Wohnen, Schlafen und Gemeinschaftsbereiche auf die einzelnen Module, die durch Zwischenräume, Terrassen und Ausblicke miteinander in Beziehung treten, ohne zu einem geschlossenen Volumen zu verschmelzen. Großzügige Verglasungen öffnen jedes Modul zur umgebenden Berglandschaft, während eine reduzierte, hell gehaltene Materialität dem exponierten Standort und dem mediterranen Licht Rechnung trägt.
So entsteht ein Ferienhaus, dessen Erscheinung unmittelbar aus den Bedingungen seiner Herkunft folgt: aus der Unerreichbarkeit des Ortes, der Logik des Hubschraubertransports und der leichten, präzisen Hybridkonstruktion – ein Bauen, das seine eigene Entstehungsgeschichte sichtbar macht.
Aussicht
Modulaufsicht Dach
Grundriss Erdgeschoss